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Die Begegnung mit der Maus.
Während einer Überlandfahrt fuhren wir gerade mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit durch ein Waldstück. Im
Gegenlicht sah ich etwas Unidentifizierbares
auf der Fahrbahn tanzen. Zuerst vermutete ich, dass es sich dabei um ein Blatt handelte, das der Wind bewegte. An den grotesken Figuren, die dieses Etwas vor uns auf dem Asphalt darbot, konnte ich aber bald erkennen, dass wir es offensichtlich mit einer Maus zu tun hatten. Sie benötigte mit ihrem Zick Zack-Kurs die gesamte Strassenbreite und dachte nicht daran, im hohen Gras neben der Fahrbahn unterzutauchen, um sich vor uns in Sicherheit zu bringen.
Sabine entdeckte sie kurz darauf ebenfalls. Das Mäuslein war jetzt nur noch etwa zwanzig
Meter von uns entfernt. Es schlug so abenteuerliche Haken, dass man eigentlich keine Angst haben musste, das Tierchen zu überfahren. Plötzlich jedoch reagierte Sabine. Sie stiess zweimal kurz: „Oh,oh" aus, schnappte einmal hastig nach Luft und hielt dann den Atem an. Das war das Zeichen für meinen Einsatz. Sie versuchte gerade in Richtung Bäume auszuweichen, da bekam ich im letzten Moment das Lenkrad zu fassen.
Die ersten
Baumreihen standen dicht beieinander und ich schätzte sie nicht weiter als zehn Meter vom Fahrbahnrand entfernt. Sie wuchsen aus einer kleinen Senke heraus, so dass die leichte Böschung davor gewiss für zusätzlichen Schwung gut gewesen wäre.
Sabinchen quasselte ansonsten ja ununterbrochen, doch jetzt herrschte Stille in unserem Wagen. Sie wagte noch immer
nicht
durchzuschnaufen und bekam deshalb schon eine leicht bläuliche Farbe im Gesicht. Ich glaube, das Makabre ihrer Handlungsweise war auch ihr eben bewusst geworden. Sicherheitshalber wollte ich es aber dennoch ansprechen, man wusste ja nie.
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