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Der Countryfan
Wer hätte je daran gedacht, dass mein damaliges Faible für Country- und Western- Musik einmal einem Fahrschüler bei seiner Prüfung von Nutzen sein könnte?
In meinem Fahrschulwagen ist es schnell zur Tradition geworden, bei Überlandfahrten das Radio einzuschalten oder eine Musikcassette einzulegen. Da aber nicht
allen meine musikalische Stilrichtung zusagte, liess ich bei diesen Gelegenheiten das Programm von meinen Schützlingen gestalten; sofern es sich dabei um verträgliche Rhythmen handelte.
Ich stehe nämlich von jeher - und Verkehrspsychologen geben mir da sicherlich recht, auf dem Standpunkt, dass musikalische Untermalung beim Autofahren beruhigen
und nicht aufregen soll. Hardrock und ähnliche Richtungen - der Eingeweihte möge mir verzeihen, dass mir ein Differenzieren nicht möglich ist, da sich für mich alles gleich anhört - wirken
sich auf den Fahrstil eher aufputschend und beunruhigend aus.
So überraschte mich eines Tages Julius mit einer Cassette von einer Band, die sich AC DC nannte. Ich hielt immerhin eine halbe Stunde
durch, doch dann musste ich das Band wieder herausnehmen. In meinem Schädel hämmerte und dröhnte es so sehr, dass ich für jegliche Geräusche aus dem Motorraum oder von Aussen vollkommen taub war. Julius' Sensibilität für diese lebenswichtigen Nuancen, die das Durchhaltevermögen des Motors sichern helfen, war ohnehin noch nicht sehr ausgeprägt. Auch ohne Musikbegleitung hörte er nie, wenn wir bereits allerhöchste Drehzahlregionen erklommen hatten. Mit dem Schalten stand er auf Kriegsfuss.
Ebenso grässlich wie sich damals der Lärm seiner Lieblinge anhörte, empfand ich seine Fahrerei und seine nicht
minder spektakulären Auftritte bei beinahe allen theoretischen
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